| Neue Tanks für gutes Bier
Es sah aus, als würde die Gampert-Bräu in die Luft gehen.
Doch die traditionsreiche
Brauerei bleibt weiter in Bodenhaftung und steht auch treu zu ihrem
Standort Weißenbrunn. Im Gegenteil, mit Investitionen in Höhe
von rund 250000 Euro soll die Produktion mit Innovationen rationeller
gestaltet und damit noch wettbewerbsfähiger werden.
Spektakulär schaute es schon aus, als die riesigen neuen
Tanks mit zwei Kränen in die Produktionshalle über das
Dach gehievt werden mussten. Zwei Riesen-Tanks, jeder 14 Meter hoch
und mit einem Fassungsvermögen von 740 Hektolitern, in denen
in wenigen Tagen der frisch gebraute Gerstensaft lagern soll, wurden
von einer Spezialtransportfirma in der Nacht im Bierdorf angeliefert,
um am Morgen dann von zwei Schwerlastkränen über das Dach
in die Brauerei gehievt zu werden. Davor wurden ein 120-Tonnen-Kran
mit einem Ausleger von 60 Metern und sein kleinerer Bruder, ein
40-Tonnen- Kran, aufgebaut und im Fundament entsprechend gewichtet.
Das Problem sei, so erklärt uns Brauerei-Geschäftsführer
Diplom-Braumeister Christian Höfner, dass man auf dem engen
Betriebsgelände nicht beliebige Möglichkeiten der Erweiterung
habe. So müsse man aus dem vorhandenen Grund und Boden mitten
im Dorf das Beste machen. Schon 2004 hat man durch die Anschaffung
von drei neuen Tanks, die an anderer Stelle im Außenbereich
installiert wurden, eine Lagerhalle freibekommen, um nun hier die
beiden neuen Tanks installieren zu können, um die Bierqualität
zu sichern. Denn die Qualität des Gerstensaftes hänge
mit von der Lager- und Reifezeit ab.
Durch diese Investition habe man Engpässen vorgebeugt und
könne dem 500-jährigen Jubiläum, das in vier Jahren
gefeiert werden kann, getrost gelassen entgegensehen. Die Brauerei
Gampert ist 1514, also schon zwei Jahre vor dem Erlass des Reinheitsgebotes,
gegründet worden und seither im Familienbesitz und sieht in
vier Jahren dem 500. Jubiläum entgegen. Eine ziemliche Rarität
im Brauerbund in Bayern und Deutschland.
Außerdem trage die Gampert-Bräu als eine der großen
regionalen Brauereien stets Verantwortung und setze sich im Rahmen
der gesetzlichen Bestimmungen für den verantwortungsbewussten
Umgang mit alkoholhaltigen Getränken ein, erklären die
beiden Geschäftsführer Christian Höfner und Gerhard
Höfner bei der Aufstellung der neuen Tanks. Gampert-Bräu
beschäftigt derzeit 53 Mitarbeiter.
Nach wie vor sei die Lage am Markt schwierig. Zwar habe die Fußball-WM
einen Umsatzzuwachs gebracht, aber am Markt behaupten könneman
sich nur durch qualitativ hochwertige Biere, meinte Christian Höfner.
Trotzdem ist der Geschäftsführer zuversichtlich sich auch
in Zukunft am Markt behaupten zu können.
hof/dk
|