Mädchenpower zwischen Sudkessel und Museum
Girls' Day bei uns in Weißenbrunn
Die Brauerei Gampert-Bräu in Weißenbrunn freut sich erneut über das Interesse junger Mädchen am Beruf des Brauers und Mälzers. Am Girls‘ Day hatten sich wieder drei Mädchen beworben, um an einem Tag in der Gampert-Bräu viele Informationen über den Brauerberuf, aber auch über die Herstellungskunst von Bier zu erfahren.
Der Girls‘ Day ist ein einmal im Jahr stattfindender Aktionstag, der Mädchen und Frauen motivieren soll, Berufe aus den Bereichen Handwerk, Technik, Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik und Forschung zu ergreifen. Die Brauerei Gampert-Bräu braut in Familienbesitz seit über fünfhundert Jahren den edlen Gerstensaft und zeigt sich aufgeschlossen gegenüber jungen Menschen, die den Brauerberuf einsteigen möchten.
Geschäftsführer und Diplom-Braumeister Christian Höfner freut sich jedes Jahr über das Interesse junger Mädchen an einer soliden handwerklichen Ausbildung im Bereich der Bierbraukunst. Auch in der Gampert-Bräu selbst bildet man immer wieder aus. „Von unseren hier ausgebildeten Bierbrauern und anderen Fachkräften sind einige schon in Rente“, sagt Höfner schmunzelnd und fügt hinzu: „Wir freuen uns auch heute über jede Bewerbung. Wir sehen gerne Bewerbungen von leidenschaftlichen und talentierten Teamplayern entgegen, die die Zukunft erfolgreich mit uns gestalten wollen.“
14 Sorten im Angebot
Mit 14 Biersorten gehört die Brauerei Gampert-Bräu zu den größten familiengeführten Brauereien im Umkreis von hundert Kilometern um Weißenbrunn. 2019 wurde die Brauerei vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit dem Bundesehrenpreis für die hohe Qualität von Förster Pils, Förster Gold und vom Jubiläumstrunk als eine der zwölf besten deutschen Brauereien ausgezeichnet.
Gampert-Bräu ist damit die erste Brauerei Oberfrankens, der diese Ehre zuteil wurde. Es werden auch alkoholfreie Biersorten gebraut werden.
2020 folgten umfangreiche Investitionen in neue Lagertanks, Abfüllanlage und Etikettiermaschine. Weitere Investitionen sind geplant, verrät der Geschäftsführer bei der Begrüßung des Mädchentrios am Girls‘ Day.
Von der Modernität der Betriebsausstattung und den gut funktionierenden Produktionsabläufen konnten sich die 16-jährigen Mädchen Marlene, Lucie und Jolanda, alle aus der Klasse 10b des Kaspar-Zeuß-Gymnasiums kommend, überzeugen. Sie durften selbst bei der Qualitätskontrolle Hand anlegen und spüren und fühlen, wie spannend es ist, den Prozess der Gärung anhand einer Probe mit einer Spindel in der Qualität verfolgen zu können. Beeindruckt waren sie auch von der anschließenden Besichtigung des Brauer- und Büttnermuseums mit seiner kleinsten funktionsfähigen Brauerei weltweit. Sie wurden zudem über Studiengänge im Brauwesen informiert und wo ein Studium absolviert werden kann.
Text von Karl-Heinz Hofmann (Fränkischer Tag, 29.04.2026)